Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)
Bewertungsbase — SaaS-Plattform der Mersier GmbH
§ 1 Geltungsbereich und Vertragspartner
(1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (nachfolgend „AGB") gelten für alle Verträge über die Nutzung der SaaS-Plattform Bewertungsbase (nachfolgend „Plattform"), die zwischen der
Mersier GmbH
Glescher Weg 5–7
50181 Bedburg
Deutschland
(nachfolgend „Anbieter")
und dem Kunden geschlossen werden.
(2) Die Plattform richtet sich ausschließlich an Unternehmer im Sinne des § 14 BGB, d. h. natürliche oder juristische Personen oder rechtsfähige Personengesellschaften, die bei Abschluss des Vertrags in Ausübung ihrer gewerblichen oder selbstständigen beruflichen Tätigkeit handeln. Eine Nutzung durch Verbraucher im Sinne des § 13 BGB ist nicht vorgesehen.
(3) Zur Bestätigung der Unternehmereigenschaft ist bei der Registrierung eine gültige Umsatzsteuer-Identifikationsnummer anzugeben. Kann oder will der Nutzer keine USt-IdNr. angeben, gilt er im Verhältnis zum Anbieter als Verbraucher; in diesem Fall gelten ergänzend die gesetzlichen Verbraucherschutzvorschriften einschließlich des Widerrufsrechts gemäß der Widerrufsbelehrung des Anbieters.
(4) Entgegenstehende oder abweichende Allgemeine Geschäftsbedingungen des Kunden werden nicht Vertragsbestandteil, auch wenn der Anbieter ihnen nicht ausdrücklich widerspricht.
§ 2 Vertragsgegenstand
(1) Der Anbieter stellt dem Kunden die Bewertungsbase-Plattform als Software-as-a-Service (SaaS) über das Internet zur Verfügung. Der Kunde erhält ein nicht-ausschließliches, nicht übertragbares Nutzungsrecht an der Plattform für die Dauer des Vertrags.
(2) Die Plattform umfasst folgende Funktionsbereiche:
- KI-gestützte Bewertungsantworten: Automatische Erstellung von Antwortvorschlägen auf Google-Bewertungen auf Basis des Anthropic Claude API. Der Kunde wählt aus mehreren Varianten und versendet die Antwort eigenständig.
- Bewertungs-Funnel mit QR-Material-Generator: Erstellung von Druckvorlagen (Tischaufsteller, Visitenkarten etc.) mit QR-Code-Links zu einem Bewertungsfunnel. Der Funnel leitet zufriedene Endkunden zu Google weiter und ermöglicht unzufriedenen Endkunden eine interne Rückmeldung.
- Profil-Optimierungs-Wizard: Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Optimierung des Google Business Profils (Bilder, Öffnungszeiten, Kategorien, Beiträge, Q&As).
- Strategie-Beratung und Hilfsmittel zu problematischen Bewertungen: Der Anbieter berät den Kunden auf Wunsch zur Reputations-Strategie bei kritischen oder unfairen Bewertungen (z. B. ob eine Meldung bei Google, eine öffentliche Antwort oder ein bewusstes Stehenlassen die geeignete Reaktion ist). Entscheidet sich der Kunde gemeinsam mit dem Anbieter dafür, eine Bewertung zur Prüfung bei Google einzureichen, stellt der Anbieter KI-gestützte Begründungsvorlagen, Hinweise auf einschlägige Google-Richtlinien sowie Schritt-für-Schritt-Anleitungen bereit. Die Meldung selbst reicht ausschließlich der Kunde über sein Google-Konto bei Google ein. Über die tatsächliche Entfernung der Bewertung entscheidet allein Google.
(3) Der genaue Funktionsumfang je Tarif ergibt sich aus der jeweils aktuellen Leistungsbeschreibung auf der Preisseite unter [bewertungsbase.de/preise]. Die dort veröffentlichte Fassung ist zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses maßgeblich.
(4) Der Anbieter ist berechtigt, die Plattform weiterzuentwickeln, Features anzupassen oder neue Funktionen hinzuzufügen, sofern dadurch die vertraglich zugesagten Kernfunktionen nicht wesentlich eingeschränkt werden.
§ 3 Vertragsschluss
(1) Die Darstellung der Plattform und ihrer Tarife auf der Website stellt kein verbindliches Angebot, sondern eine Aufforderung zur Abgabe eines Angebots (invitatio ad offerendum) dar.
(2) Der Vertragsschluss erfolgt wie folgt:
- Phase 1 (Concierge-MVP): Der Kunde bucht einen Demo-Termin über Cal.com. Nach dem Termin unterbreitet der Anbieter ein individuelles Angebot per E-Mail. Der Vertrag kommt mit der schriftlichen oder elektronischen Bestätigung des Kunden zustande.
- Phase 2 (Self-Service): Der Kunde registriert sich auf der Plattform, wählt einen Tarif und schließt den Bestellvorgang durch Bestätigung der AGB und Eingabe der Zahlungsdaten ab. Der Vertrag kommt mit der Bestätigungs-E-Mail des Anbieters zustande.
(3) Der Anbieter ist berechtigt, einen Vertragsschluss ohne Angabe von Gründen abzulehnen, insbesondere wenn Zweifel an der Unternehmereigenschaft des Kunden bestehen.
(4) Der Vertragstext wird vom Anbieter nicht gesondert gespeichert und ist nach Vertragsschluss nicht mehr abrufbar. Der Kunde sollte die Bestätigungs-E-Mail und die AGB zu seiner eigenen Dokumentation speichern.
§ 4 Leistungsumfang nach Tarif
(1) Der Anbieter bietet derzeit das Hauptpaket Bewertungsbase Komplett zu einem Preis von 39 € netto pro Monat an, das den vollständigen Funktionsumfang gemäß § 2 Abs. 2 umfasst. Ein optionales Onboarding-Add-on („Raketenstart") wird zu einem einmaligen Nettopreis von 149 € angeboten.
(2) Die jeweils aktuelle Leistungsbeschreibung ist unter [bewertungsbase.de/preise] abrufbar. Im Falle von Widersprüchen zwischen diesen AGB und der Leistungsbeschreibung gehen die AGB vor, soweit es um Vertragsbedingungen geht; für den Funktionsumfang ist die Leistungsbeschreibung maßgeblich.
(3) Soweit weitere Tarife eingeführt werden, ergeben sich Preise und Leistungsumfang aus der jeweils aktuellen Preisseite.
§ 5 Verfügbarkeit
(1) Der Anbieter bemüht sich um eine hohe Verfügbarkeit der Plattform. Eine bestimmte Verfügbarkeit (SLA) wird nicht garantiert, soweit nichts anderes schriftlich vereinbart wurde.
(2) Geplante Wartungsarbeiten werden nach Möglichkeit außerhalb der üblichen Geschäftszeiten (Mo–Fr, 9–18 Uhr) durchgeführt und dem Kunden rechtzeitig angekündigt.
(3) Nicht als Ausfallzeit gelten Unterbrechungen, die auf Umständen beruhen, die außerhalb des Einflussbereichs des Anbieters liegen, insbesondere, aber nicht abschließend: Ausfälle bei Infrastrukturanbietern wie Vercel oder Supabase, Störungen der Google Business Profile API, Naturkatastrophen, Pandemien, behördliche Eingriffe oder sonstige Ereignisse höherer Gewalt gemäß § 13.
(4) Der Anbieter behält sich vor, den Dienst vorübergehend zu unterbrechen, wenn dies zur Abwehr von Sicherheitsbedrohungen oder zur Einhaltung gesetzlicher Verpflichtungen erforderlich ist.
§ 6 Pflichten des Kunden
(1) Der Kunde ist verpflichtet, die Plattform ausschließlich in Übereinstimmung mit den geltenden gesetzlichen Vorschriften, diesen AGB sowie den Nutzungsbedingungen der eingebundenen Drittdienste (insbesondere den Google Business Profile API-Nutzungsbedingungen und den Google-Bewertungsrichtlinien) zu verwenden.
(2) Der Kunde darf die Plattform insbesondere nicht nutzen, um:
- gefälschte Bewertungen zu erstellen, zu verbreiten oder zu veranlassen;
- Bewertungsfunktionen für Spam, Massenanfragen oder automatisierte Missbrauchsszenarien zu verwenden;
- Endkunden durch irreführende Kommunikation zu Bewertungen zu drängen oder zu manipulieren;
- die Plattform für wettbewerbswidrige Handlungen zu nutzen;
- durch Nutzung der Plattform gegen das Wettbewerbsrecht, das Lauterkeitsrecht (UWG) oder sonstiges anwendbares Recht zu verstoßen.
(3) Der Kunde ist verantwortlich für alle Handlungen, die über seinen Account vorgenommen werden. Zugangsdaten sind vertraulich zu behandeln und dürfen nicht an Dritte weitergegeben werden.
(4) Der Kunde ist verpflichtet, den Anbieter unverzüglich zu informieren, wenn ein Missbrauch des Accounts vermutet wird.
(5) Der Anbieter stellt das Goodie-System (QR-Funnel mit Anreiz-Funktion) als technische Funktion bereit. Die richtlinienkonforme Ausgestaltung des Goodie-Systems — insbesondere die Einhaltung der Google-Richtlinien für Bewertungen, des § 4 UWG sowie des anwendbaren Wettbewerbsrechts — liegt in der alleinigen Verantwortung des Kunden. Der Anbieter prüft nicht, ob die vom Kunden eingesetzten Anreize im konkreten Einzelfall zulässig sind, und haftet nicht für Verstöße des Kunden gegen einschlägige Richtlinien oder Gesetze.
(6) Funnel-Datenschutzhinweis: Soweit der Kunde den öffentlichen Bewertungs-Funnel einsetzt, ist er für die datenschutzrechtliche Information seiner Endkunden auf der Funnel-Seite selbst verantwortlich. Der Anbieter stellt hierfür eine Muster-Datenschutzinformation zur Verfügung ([bewertungsbase.de/funnel-datenschutz]), die der Kunde an seine konkrete Situation anpassen muss. Der Kunde stellt sicher, dass auf jeder Funnel-Seite ein klar erreichbarer Datenschutz- und Impressums-Link verfügbar ist.
(7) Bei schwerwiegenden oder wiederholten Verstößen gegen diese Pflichten ist der Anbieter berechtigt, den Zugang zur Plattform vorübergehend zu sperren oder den Vertrag außerordentlich zu kündigen.
§ 7 Charakter der Beratungsleistung — keine Rechtsdienstleistung
(1) Der Anbieter ist kein Rechtsdienstleister im Sinne des Rechtsdienstleistungsgesetzes (RDG) und erbringt keine Rechtsdienstleistungen. Die im Rahmen der Plattform erbrachten Beratungsleistungen sind ausschließlich Reputations-, Marketing- und Strategieberatung.
(2) Insbesondere gilt:
a) Wenn der Anbieter den Kunden zu kritischen oder unfairen Bewertungen berät, beurteilt er nicht, ob eine Bewertung rechtswidrig ist. Der Anbieter prüft auch nicht, ob ein Anspruch auf Löschung gegen den Bewerter oder gegen Google besteht. Die Beratung bezieht sich ausschließlich auf die Frage, welche reputationsstrategische Reaktion (Meldung an Google, öffentliche Antwort, bewusstes Stehenlassen) für das Geschäft des Kunden vorteilhaft erscheint.
b) Wenn eine Meldung bei Google sinnvoll erscheint, weist der Anbieter auf einschlägige Google-Bewertungsrichtlinien hin. Diese sind privatrechtliche Plattformregeln, keine gesetzlichen Normen. Die Bewertung, ob eine konkrete Bewertung gegen Google-Richtlinien verstößt, erfolgt durch Google selbst.
c) Die durch die Plattform bereitgestellten KI-Vorlagen und Begründungsbausteine sind formale Schreibhilfen und ersetzen keine juristische Prüfung. Wenn der Kunde rechtliche Schritte gegen einen Bewerter oder gegen Google erwägt, sollte er einen Rechtsanwalt konsultieren.
d) Die Einreichung der Meldung bei Google erfolgt ausschließlich durch den Kunden über sein eigenes Google-Konto. Der Anbieter wird nicht als Vertreter oder Bevollmächtigter des Kunden tätig und übermittelt keine Erklärungen in dessen Namen an Google oder andere Dritte.
(3) Der Anbieter gibt keine Erfolgsgarantie für die Entfernung von Bewertungen ab. Ob eine Bewertung entfernt wird, entscheidet allein Google.
(4) Der Anbieter haftet nicht für den Erfolg oder Misserfolg von Bewertungsbeschwerden oder sonstiger Kommunikation des Kunden mit Plattformbetreibern.
§ 8 Vergütung und Zahlung
(1) Die Vergütung richtet sich nach dem vom Kunden gewählten Tarif gemäß § 4. Alle Preise verstehen sich als Nettobeträge zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer (derzeit 19 % in Deutschland).
(2) Die Abrechnung erfolgt monatlich im Voraus. Zahlungen werden per SEPA-Lastschrift oder Kreditkarte über Stripe Payments Europe Ltd. eingezogen.
(3) Bei Kunden mit Sitz in einem anderen EU-Mitgliedstaat, die eine gültige USt-IdNr. angeben, erfolgt die Abrechnung nach dem Reverse-Charge-Verfahren gemäß § 13b UStG. Die Steuerschuld geht auf den Kunden über; der Anbieter stellt eine Nettorechnung ohne Umsatzsteuerausweis aus.
(4) Gerät der Kunde mit einer Zahlung in Verzug, ist der Anbieter berechtigt, den Zugang zur Plattform nach vorheriger Mahnung vorübergehend zu sperren. Der Vergütungsanspruch bleibt davon unberührt.
(5) Preisanpassungen werden dem Kunden mindestens 30 Tage vor Inkrafttreten per E-Mail mitgeteilt. Der Kunde hat das Recht, den Vertrag bei einer Preiserhöhung bis zum Inkrafttreten der Preisänderung außerordentlich zum Ende des laufenden Abrechnungszeitraums zu kündigen (Sonderkündigungsrecht). Auf dieses Recht wird in der Ankündigung ausdrücklich hingewiesen. Macht der Kunde von diesem Recht keinen Gebrauch, gilt die Preisanpassung mit Ablauf der Ankündigungsfrist als akzeptiert.
§ 9 Laufzeit und Kündigung
(1) Der Vertrag wird auf unbestimmte Zeit geschlossen und ist monatlich kündbar. Es gibt keine Mindestlaufzeit.
(2) Die Kündigung kann jederzeit zum Ende des laufenden Abrechnungsmonats erfolgen. Kündigt der Kunde z. B. am 15. eines Monats, endet der Vertrag am letzten Tag desselben Monats; bereits bezahlte Beträge für den laufenden Monat werden nicht erstattet.
(3) Die Kündigung erfolgt in Textform (E-Mail an kontakt@bewertungsbase.de oder über die Plattform-Einstellungen).
(4) Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt. Ein wichtiger Grund liegt für den Anbieter insbesondere vor bei:
- wiederholten oder schwerwiegenden Verstößen des Kunden gegen § 6;
- Zahlungsverzug von mehr als 30 Tagen trotz Mahnung;
- Insolvenzantrag oder drohender Zahlungsunfähigkeit des Kunden;
- dauerhafter Nichterreichbarkeit des Kunden über mehr als 14 Tage in Verbindung mit einer Plattformverfügbarkeit unter 95 % im laufenden Quartal, sofern der Ausfall auf dem Account des Kunden beruht.
(5) Nach Vertragsende werden Kundendaten wie folgt behandelt:
- Geschäfts- und Vertragsdaten (Rechnungen, Zahlungsbelege, Stammdaten): Aufbewahrung für 10 Jahre gemäß §§ 147 AO, 257 HGB.
- Kundeninhalte im Tool (gespeicherte Bewertungstexte, Antwortvorschläge, Funnel-Konfigurationen, KI-Stil-Einstellungen, Meldeanfragen-Historie): Löschung 30 Tage nach Vertragsende. Innerhalb dieser 30 Tage kann der Kunde einen vollständigen Datenexport anfordern.
§ 10 Datenschutz und Auftragsverarbeitung
(1) Der Anbieter verarbeitet personenbezogene Daten des Kunden und der Endkunden des Kunden ausschließlich gemäß der Datenschutzerklärung ([bewertungsbase.de/datenschutz]) und dem Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV, [bewertungsbase.de/avv]).
(2) Soweit der Anbieter personenbezogene Daten der Endkunden des Kunden (z. B. Funnel-Feedback-Daten) im Rahmen der Plattformnutzung verarbeitet, handelt er als Auftragsverarbeiter im Sinne des Art. 28 DSGVO; der Kunde ist insoweit Verantwortlicher. Der AVV ist Bestandteil des Vertrags und wird mit Annahme dieser AGB akzeptiert.
(3) Der Kunde ist verantwortlich dafür, dass er für die Verarbeitung der Endkundendaten über die Plattform eine hinreichende Rechtsgrundlage nach Art. 6 DSGVO besitzt und dass die Funnel-Seite einen ausreichenden Datenschutzhinweis enthält (vgl. § 6 Abs. 6).
§ 11 Geistiges Eigentum und Datennutzung
(1) Alle Rechte an der Plattform, insbesondere Urheberrechte, Markenrechte und sonstige Schutzrechte am Code, an den Designs, an den Algorithmen und an den KI-Modell-Integrationen, verbleiben beim Anbieter oder seinen Lizenzgebern.
(2) Der Kunde erhält für die Dauer des Vertrags ein einfaches, nicht übertragbares Nutzungsrecht an der Plattform im vereinbarten Umfang.
(3) Daten, die der Kunde in die Plattform eingibt oder über die Google Business Profile API abruft, bleiben Eigentum des Kunden bzw. unterliegen den Bedingungen von Google. Der Anbieter erhebt keinen Anspruch auf diese Daten.
(4) KI-generierte Antwortvorschläge, die der Kunde über die Plattform erstellt, darf der Kunde frei nutzen, bearbeiten und veröffentlichen. Der Anbieter beansprucht keine Rechte an diesen Inhalten.
(5) Der Kunde räumt dem Anbieter hiermit eine zeitlich auf die Vertragslaufzeit beschränkte, nicht-ausschließliche, nicht übertragbare Lizenz ein, die vom Kunden eingegebenen Bewertungstexte, KI-Stil-Einstellungen und generierten Antworten zu verarbeiten und zu speichern, soweit dies erforderlich ist, um:
- den Sprachstil des Kunden zu erlernen und die KI-Antwortvorschläge individuell auf den Kunden anzupassen;
- die Qualität der dem Kunden angezeigten Antwortvorschläge zu verbessern.
(6) Eine Nutzung der Kundendaten zum Training von KI-Modellen, die anderen Kunden zugutekommen (Cross-Customer-Training), findet nicht statt. Kundendaten werden ausschließlich zur Personalisierung des jeweiligen Kundenaccounts verwendet. Der zugrunde liegende KI-Anbieter (Anthropic PBC) verarbeitet API-Daten gemäß seinen Geschäftsbedingungen standardmäßig nicht zum Modelltraining.
(7) Mit Vertragsende erlischt die Lizenz gemäß Abs. 5. Gespeicherte Bewertungstexte und Antwortdaten werden innerhalb von 30 Tagen nach Vertragsende gelöscht (vgl. § 9 Abs. 5).
§ 12 Haftungsbeschränkung
(1) Der Anbieter haftet unbeschränkt für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit sowie für Schäden, die auf Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit des Anbieters oder seiner Erfüllungsgehilfen beruhen.
(2) Bei leicht fahrlässiger Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten) ist die Haftung des Anbieters der Höhe nach begrenzt auf den typischerweise vorhersehbaren Schaden, maximal jedoch auf die Summe der vom Kunden in den letzten 12 Monaten vor dem schadensbegründenden Ereignis gezahlten Entgelte.
(3) Im Übrigen ist die Haftung des Anbieters für leichte Fahrlässigkeit ausgeschlossen.
(4) Der Anbieter haftet nicht für:
- den Erfolg oder Misserfolg von Bewertungsbeschwerden beim jeweiligen Plattformbetreiber;
- Änderungen an den Google Business Profile API-Bedingungen oder -Funktionen, die zu Einschränkungen der Plattform führen;
- Inhalte, die der Kunde oder dessen Endkunden über die Plattform erstellen oder versenden;
- Datenverluste, die auf einem vertragswidrigen Verhalten des Kunden beruhen.
(5) Die vorstehenden Haftungsbeschränkungen gelten auch für die persönliche Haftung der gesetzlichen Vertreter und Erfüllungsgehilfen des Anbieters.
§ 13 Höhere Gewalt
(1) Der Anbieter ist von der Leistungspflicht befreit, soweit und solange die Leistungserbringung durch Umstände verhindert wird, die außerhalb seines Einflussbereichs liegen und bei Vertragsschluss nicht vorhersehbar waren (höhere Gewalt).
(2) Als höhere Gewalt gelten insbesondere, aber nicht abschließend: Naturkatastrophen, Krieg, Terroranschläge, Pandemien, behördliche Anordnungen oder Verbote, flächendeckende Infrastrukturausfälle (Internet, Strom, Rechenzentren) sowie Ausfälle von Drittdiensten, auf die der Anbieter keinen Einfluss hat (insbesondere Vercel, Supabase, Google API, Stripe).
(3) Der Anbieter informiert den Kunden unverzüglich über das Eintreten und das voraussichtliche Ende des Hindernisses. Dauert die Behinderung länger als 60 Tage, haben beide Parteien das Recht zur außerordentlichen Kündigung.
§ 14 Schlussbestimmungen
(1) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts (CISG).
(2) Ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit diesem Vertrag ist Köln, soweit der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen ist.
(3) Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam oder undurchführbar sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt. An die Stelle der unwirksamen Bestimmung tritt die gesetzlich zulässige Regelung, die dem wirtschaftlichen Zweck der unwirksamen Bestimmung am nächsten kommt (salvatorische Klausel).
(4) Änderungen dieser AGB werden dem Kunden mindestens 30 Tage vor Inkrafttreten per E-Mail angekündigt. Widerspricht der Kunde nicht innerhalb von 30 Tagen nach Zugang der Benachrichtigung, gelten die geänderten AGB als angenommen. Auf dieses Widerspruchsrecht und seine Folgen wird in der Änderungsmitteilung gesondert hingewiesen.
(5) Nebenabreden, Änderungen und Ergänzungen des Vertrags bedürfen der Textform (E-Mail genügt).
*Stand: Mai 2026 — Version 1.2*